Risiko. Ohne Nebenwirkungen.

7. November 2015

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Risiko und ich waren für lange Zeit nicht die besten Freunde. Zu bestimmten, meist unvorhergesehenen Anlässen konnte ich eine Begegnung mit dem Risiko nicht vermeiden – dabei war unser Verhältnis von höflicher Distanz aka. Angst geprägt. Und ich hatte wahrlich kein großes Interesse an mehr. In all den Jahren habe ich herausgefunden, dass in unmittelbarer Nachbarschaft des Risikos niemand Geringeres als Mut angesiedelt ist. Mut ist dort vorhanden, wo du etwas Außergewöhnliches tust. Ein Wagnis. Du weißt nicht, ob sich dein Mut lohnen wird, also musst du das Risiko eingehen und dich einen Schritt weiter als bisher nach vorne wagen. Und dann: hoffen, bangen, warten. Bis du die Veränderung siehst, für die du so tollkühn eingestanden bist.

Warum ich darüber schreibe? Weil dieses Jahr einer der bisher größten, spannendsten Durchbrüche passiert ist. Das waren vor allem viele innerlichen Prozesse: 2015 war von viel Reflexion geprägt, denn ich habe gemerkt, dass ich mich weiterentwickeln will. So viele Dinge sind auf meinem Herzen, für die ich in den letzten Jahren, seit ich in Vollzeit arbeite, kaum mehr Zeit habe. Allen voran Freundschaften, die auf der Strecke geblieben sind und neue Interessensgebiete, die mich sehr faszinieren. Speziell der Bereich Sounddesign. Auch mehr freie Projekte im Bereich Fotografie wollte ich unbedingt angehen, hatte aber das Gefühl, keine neuen Ideen mehr dafür zu haben. Umziehen, ein neues Studium oder Auswandern waren im Lauf der Monate nur einige der Optionen, die mir durch den Kopf gegangen sind. Emotional war es zwischendurch ein Vakuum, denn ich schien für nichts so richtig Leidenschaft zu haben.

Also back to the roots: Wer bin ich als Künstlerin? Was möchte ich wirklich sehen, wo Veränderung passieren soll? Mir ist klar geworden, dass Künstler zwei wichtige Charakteristika haben, deren Unterdrückung sie taub macht: Künstler sind neugierig und Genießer! Als ich das so einfach in Worte fassen konnte, habe ich viel leichter verstehen können, wie ich mir die kommende Zeit vorstelle. Ich bin nicht auf ein einziges Kunstgebiet beschränkt und kann mich kaum in meiner Vorfreude zurückhalten, zu experimentieren und neue Dinge zu erforschen. Am liebsten bringe ich verschiedenste Kunstzweige zusammen! Von Happenings bis hin zu Galerien – ich träume groß, gehe aktiv Schritte in die Richtung und habe großartige Rückendeckung von aufrichtigen Freunden, die in mein Leben sprechen, mich anfeuern und mich auch korrigieren, wo sie mehr Potential sehen. Alles in allem wundervoll! Ich bin so überreich gesegnet, dass ich es selber kaum glauben kann.

Ich bin für meine Träume eingestanden. Mit gehörigem Risiko. Und ich will dir einen Tritt in den Allerwertesten geben, wenn du in bestimmten Bereichen deines Lebens gelangweilt bist: Veränderung geht von DIR aus! Formuliere, was du möchtest, fang wieder an zu träumen und werde aktiv! Ich glaube, wenn du wirklich etwas möchtest, ist dir kein Risiko zu groß. Entwickle deine Vision, entdecke sie neu und gib nicht auf. Du bist für Größe erschaffen worden, nicht als Feigling! Du trägst etwas Einzigartiges, was niemand anderes hat und mit deiner Einzigartigkeit hast du die Verantwortung, deine Leidenschaft auf deine Art weiterzugeben. Nenn es Lebenskunst, auch in deinen Freundschaften und Beziehungen.

Angst hat noch niemals irgendjemanden an einen bemerkenswerten Ort oder in eine erstrebenswerte Situation gebracht. Du hast die Freiheit zu entscheiden, wie du leben willst. Sei weise, aber nicht vernünftig. Und lass Raum für Spaß. 🙂

Ab Januar beginnt eine neue Ära – more to come soon … <3

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